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Am 15. Januar 2022 machte sich eine Gruppe der Walchwiler Ministranten auf den Weg zum Schlitteln. Der Start noch unter dem Nebel, durften wir auf der Rigi bei bestem Winterwetter die Schlitten entgegennehmen. Danach ging es auch schon los auf die erste Abfahrt – die einen noch etwas vorsichtig und zögerlich, andere hingegen schon routiniert und mit viel Schwung.

Nach zwei Abfahrten durften wir uns im Restaurant Rigi Kulm verpflegen und am Nachmittag nochmals zwei rasante Abfahrten erleben. Zeitlich ganz genau mussten wir unsere Schlitten in Rigi Klösterli wieder zurückgeben. Danach führte uns die Rigibahn wieder talwärts – zurück in den Nebel.

Angekommen in Walchwil gingen zufriedene aber auch müde Minis wieder nach Hause – auch die Begleitpersonen freuten sich auf einen erholsamen Abend 🙂 !

Vielen Dank für diesen tollen Schlitteltag.

Benjamin Meier, Pfarreiseelsorger/Gemeindeleiter

 

Rigi Pilatus nach Sonnenuntergang

Weihnachten ist vorbei und ich hoffe für sie, dass sie ihre Weihnachtseinkäufe rechtzeitig tätigen konnten, dass die Weihnachtspost vor Weihnachten angekommen ist und dass sie die Kerzen am schön geschmückten Christbaum frühzeitig wieder ausgeblasen haben.

Gerade in dieser Zeit könnte ein «zu spät» verheerende Folgen haben. Sie können mir jetzt vorwerfen, dass ich mit diesen Gedanken zu Weihnachten (im Neujahrs-Artikel auf der Homepage) eigentlich «zu spät» bin. Ich versichere ihnen aber, dass dies beabsichtigt ist.

Denn wenn wir in den vergangenen Tagen und Wochen immer wieder unsere Krippen mit ihren Figuren bestaunten (und es vielleicht immer noch tun) so fällt mir auf, dass alles anscheinend zur richtigen Zeit kam. Maria und Josef haben es noch rechtzeitig nach Bethlehem geschafft. Die Engel haben sie ja schon angekündigt mit dem Gloria und Hirten und auch die drei Weisen aus dem Morgenland waren schon auf dem Weg zu ihnen.

So auch später: Maria und Josef mussten nach Ägypten fliehen, gerade noch rechtzeitig. Ob es rechtzeitig war, wie sie Jesus im Tempel wiedergefunden haben, darüber darf getrost nachgedacht werden.

Doch kommen wir auf die idyllische Krippenszene zurück. Die Hauptfiguren an der Krippe sind über die Jahrhunderte (Krippen gibt es, seit Franz von Assisi 1223 damit begonnen hat) gleich geblieben: Maria, Josef, Jesuskind, Ochs und Esel, Hirten und Schafe, der Verkündigungsengel und die drei Könige. Einer fehlt jedoch immer in diesem Ensemble von Figuren: der vierte König.

Sie kennen vielleicht diese Legende des Königs, der dreissig Jahre lang auf Spurensuche, auf der Suche nach Jesus war. Sein «zu spät» beginnt schon früh, denn er schaffte es nicht rechtzeitig nach Bethlehem, weil er immer wieder aufgehalten wurde. Vielen Menschen hat er auf seiner Odyssee geholfen. Schliesslich kommt er dreissig Jahre «zu spät». Das Kind in der Krippe, das er besuchen und dem er huldigen wollte, war nun ein erwachsener Wanderprediger und Revolutionär, der gerade seine Hinrichtung am Kreuz durchlitt. Der vierte König, tief erschüttert, wusste jedoch, dass sein «zu spät» doch eben auch noch rechtzeitig war. Er ist seinem Stern sein Leben lang gefolgt, war treu unterwegs und hat ihn letztendlich doch gefunden. Und vielleicht war ihm auch bewusst, dass er all das Gute, das er tat, diesem Christus getan hat.

Wir stehen am Anfang eines neuen Jahres. Ein Jahr, das viel verspricht, aber auch sehr viele Möglichkeiten bietet «zu spät» zu kommen oder «zu spät» zu sein. Es entspricht definitiv nicht schweizerischen Gepflogenheiten «zu spät» zu kommen. Doch vielleicht liegt in ihrem nächsten «zu spät» ein heiliger Moment inne. Und dann, dann ist es definitiv rechtzeitig.

In diesem Sinne wünsche ich ihnen allen ein wundervolles Neujahr.

Benjamin Meier, Pfarreiseelsorger/Gemeindeleiter

Liebe Pfarreiangehörige

Nachdem der Bundesrat am Freitag, 17. Dezember 2021 die neuen Coronamassnahmen veröffentlicht hat, mussten auch wir unser Gottesdienstprogramm über die Festtage etwas anpassen. Neu gilt in den Gottesdiensten mit Zertifikatspflicht die 2G-Regel (genesen oder geimpft).

Alle nicht aufgelisteten Gottesdienste werden gemäss unserer Corona-Gottesdienstordnung gefeiert, die seit Mitte September 2021 gilt.

  • Freitag, 24. Dezember, 17 Uhr:
    Familiengottesdienst mit Krippenspiel mit Liveübertragung
    Pfarrkirche: es gilt Zertifikats- und Maskenpflicht
    Pfarreizentrum: ohne Zertifikat, mit Maskenpflicht (max. 50 Pers.)
  • Freitag, 24. Dezember, 23 Uhr:
    Mitternachtsmesse mit Liveübertragung (Musik: Anne-Martine Hofstetter, Harfe)
    Pfarrkirche: es gilt Zertifikats- und Maskenpflicht
    Pfarreizentrum: ohne Zertifikat, mit Maskenpflicht (max. 50 Pers.)
  • Samstag, 25. Dezember, 10 Uhr:
    Weihnachtsgottesdienst mit Liveübertragung (musikalisches Spezialprogramm)
    Pfarrkirche: es gilt Zertifikats- und Maskenpflicht
    Pfarreizentrum: ohne Zertifikat, mit Maskenpflicht (max. 50 Pers.)
  • Sonntag, 26. Dezember, 10 Uhr:
    Sonntagsgottesdienst ohne Liveübertragung (mit Weinsegnung)
    Pfarrkirche: es gilt Zertifikats- und Maskenpflicht
  • Freitag, 31. Dezember, 16.15/17 Uhr:
    Anbetung (16.15 Uhr) und Dankgottesdienst (17 Uhr) ohne Liveübertragung
    Pfarrkirche: ohne Zertifikat, mit Maskenpflicht (max. 50 Pers.)
  • Samstag, 1. Januar, 10 Uhr:
    Neujahrsgottesdienst mit Liveübertragung
    Pfarrkirche: es gilt Zertifikats- und Maskenpflicht
    Pfarreizentrum: ohne Zertifikat, mit Maskenpflicht (max. 50 Pers.)
  • Sonntag, 2. Januar, 10 Uhr:
    Sonntagsgottesdienst ohne Liveübertragung
    Pfarrkirche: es gilt Zertifikats- und Maskenpflicht

Im Rahmen der AdventsLichtSpuren lädt der Pfarreirat alle ganz herzlich zum offenen Adventsfenster vor dem Pfarreizentrum ein. Es gibt Punsch, Glühwein, Feuer, Würste und Musik. Mitbringen: gute Laune und warme bzw. dem Wetter angepasste Kleidung.

Unterstützt wird der Pfarreirat vom Blauring und der Pfadi.

Wir freuen uns auf alle, die am 23. Dezember, ab 18 Uhr bei uns vorbeischauen.

Pfarreirat der Pfarrei Walchwil

Mache dich auf und werde Licht, denn dein Licht kommt. – Dieser kurze und bekannte Vers, den wir vor allem als Kanon vertont kennen, stammt aus dem Buch Jesaja (siehe Textbox unten). Er soll uns durch diese Advents- und Weihnachtszeit begleiten, weshalb auch unser Kirchenplakat dementsprechend gestaltet ist. Gerade in dieser Jahreszeit, wenn die Tage sehr kurz sind, sehnen wir uns nach Licht und nach lichtvollen Momenten.

Weshalb sonst gibt es Lichterwege, Laternenwege, Rorategottesdienste, Laternenumzüge und vieles mehr? Für uns Christinnen und Christen hat das Licht – wie auch in den meisten anderen Religionen – eine tiefere Bedeutung. Es verweist immer auf Göttlichkeit, auf Gottes Gegenwart und Wirken. Das grosse Licht am Himmel, das den Sterndeutern den Weg gezeigt hat, weist auf einen göttlichen König hin und motiviert sie, sich auf den Weg zu machen.

In dem wir uns auf das Licht hin bewegen, werden auch wir immer stärker davon angestrahlt. Ähnlich dem Mond, der uns in der Nacht ein Licht sein kann, aber selbst nur das Licht der Sonne reflektiert. Für uns Menschen gilt, dass Licht, das nicht direkt in unser Auge fällt oder nicht reflektiert wird, unsichtbar bleibt. Sind auch wir solche Reflexionsflächen, die dafür sorgen, dass Gottes Licht in dieser Welt sichtbar werden kann?

Gehen wir deshalb mutig auf dieses göttliche Licht zu, das uns aus der Krippe in Bethlehem entgegenstrahlt. Lassen wir uns anstrahlen, damit auch wir Licht für diese Welt werden. Eine Welt, die Licht und lichtvolle Momente nötig hat.

Benjamin Meier, Pfarreiseelsorger/Gemeindeleiter

„Steh auf, werde licht, denn es kommt dein Licht und die Herrlichkeit des HERRN geht strahlend auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker, doch über dir geht strahlend der HERR auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir. Nationen wandern zu deinem Licht und Könige zu deinem strahlenden Glanz. Erhebe deine Augen ringsum und sieh: Sie alle versammeln sich, kommen zu dir. Deine Söhne kommen von fern, deine Töchter werden auf der Hüfte sicher getragen. Da wirst du schauen und strahlen, dein Herz wird erbeben und sich weiten.“

Jes 60,1-5 (Einheitsübersetzung)

Aus dem Überschuss des Jahres 2020 wurden von der Kirchgemeinde Walchwil 10’000.00 Schweizer Franken an das Hospiz Zentralschweiz gespendet. Das Hospiz leistet in einer Zeit, in der Tod und Sterben immer mehr in die Anonymität verdrängt werden, einen unglaublich wertvollen Beitrag.

Im folgenden Artikel aus dem Magazin Melchior erfahren wir, was unser gespendetes Geld an Gutem bewirkt.

Die Tage werden kürzer, die Nächte länger und mit dem Beginn des Novembers wird dies alles nochmals spürbarer. Die Sommerzeit ist definitiv vorbei und die Nebelschwaden am Morgen lösen sich nur noch schwer auf. Licht und Wärme müssen wir Menschen (auch) anderweitig suchen.

Vielleicht spüren wir in diesen Tagen auch den Verlust eines lieben Menschen stärker und möchten uns noch mehr zurückziehen.

Das Fest von Allerheiligen und das Totengedächtnis bieten in dieser schwierigen und dunkleren Zeit einen Lichtblick, einen Ankerpunkt, wo man spüren darf, dass man nicht alleine ist. Als Christinnen und Christen sind wir eingebunden in eine grosse Gemeinschaft. Sichtbar und unsichtbar dürfen wir uns über den Tod hinaus mit allen verbunden fühlen, die uns lieb und teuer waren, deren physische Nähe wir schmerzlich vermissen.

Mit der Erinnerung an ihr Leben, an die gemeinsamen Zeiten und Erlebnisse stärken wir die Verbindung zu ihnen. Es sind dies Lichtblicke, sie bewirken Wärme und Nähe über den irdischen Tod hinaus.

Die Gottesdienste in unserer Pfarrei bieten eine Möglichkeit, dem Raum zu geben, sich bewusst Zeit zu nehmen und das Gefühlschaos, das uns immer wieder mal erreichen kann, Gott anzuvertrauen.

Sein Sohn Jesus Christus hat die Dunkelheit durchbrochen und den Himmel für alle geöffnet. An seiner Seite dürfen wir unsere lieben Verstorbenen wissen.

In einem Lied im Kirchengesangbuch heisst es:

„Du kannst nicht tiefer fallen als nur in Gottes Hand,
die er zum Heil uns allen barmherzig ausgespannt.

Es münden alle Pfade durch Schicksal, Schuld und Tod
doch ein in Gottes Gnade trotz aller unsrer Not.

Wir sind von Gott umgeben auch hier in Raum und Zeit
und werden in ihm leben und sein in Ewigkeit.“

Arno Pötzsch, 1941

In diesem Vertrauen und mit der damit verbundenen Hoffnung dürfen wir auch in diesen dunkleren Tagen Licht und Wärme erfahren.

Benjamin Meier

Pfarreiseelsorger/Gemeindeleiter

Seit einigen Jahren wird das Kirchenjahr mit seinen geprägten Zeiten (Advent, Fastenzeit, Osterzeit) durch eine weitere thematisch geprägte Zeit erweitert: die Schöpfungszeit. Dieses Projekt, das vom ökumenischen Verein oeku Kirchen für die Umwelt organisiert und von vielen Pfarreien mitgetragen wird, steht in diesem Jahr unter dem Titel „Damit Ströme lebendigen Wassers fliessen“ (Flyer).

Obwohl wir in diesem Jahr genügend „Ströme lebendigen Wassers“ in Form von Regen erhalten haben, macht das Thema auf einen Aspekt des Wassers aufmerksam, der in Zeiten von grossen Dürreperioden in der gesamten Welt nicht vernachlässigt werden darf: Wasser ist ein Leben spendendes Element. Für uns Christen (und auch alle anderen Religionen) hat das Wasser eine spezielle und tiefe Bedeutung im Blick auf die Gestaltung unseres Glaubenslebens.

Wasser ist kostbar, man soll es nicht verschwenden. Wasser ist kostbar, man soll es nicht verschmutzen. Wasser reinigt, heilt, verbindet und liefert Nahrung.

Diese Schöpfungszeit, die am orthodoxen Gedenktag der Schöpfung (1. September) beginnt, mit dem katholischen Tag der Schöpfung (4. Oktober, Gedenktag hl. Franz von Assisi) endet und Erntedank und den Eidg. Dank-, Buss- und Bettag umfasst, ist somit auch in einem grösseren Horizont eine Zeit, in der wir eingeladen sind, Danke zu sagen. Begehen wir deshalb „dankend“ diese Septembertage und lassen wir uns überraschen, was ein „Danke“ gegenüber Gott und anderen Menschen alles auslösen kann.

Benjamin Meier

Pfarreiseelsorger/Gemeindeleiter